Chasing Light

Chasing Light ist ein passendes Motto für heute. Ich bin jetzt um 21 Uhr wieder daheim, und mein Adrenalin ist immer noch oben. Am vierten vollen Tag des Urlaubs konnte ich richtig versinken. Mit Regen hat es angefangen, quasi alle Straßen in Island waren weiß, und überhaupt. Ein Gesamtüberblick geben Wetter- und Straßeninformationen.

Der Regen war irgendwann vorbei, so daß ich kurz zum Strand konnte. Das Wasser war einfach nur weiß. Beeindruckender Wellengang.

Dann fing wieder der Regen an. Da heute aber keine Reisewarnungen mehr vorlagen, bin ich ins Auto und einfach mal losgefahren. Und dann plötzlich, ich fuhr dem Wind entgegen in der Hoffnung, daß ich unter dem Wetter durchfahre, geschah es, und es gab Sonne. Und sofort sah es toll aus. Ich habe dann versucht, in der Lücke zu bleiben, das ging auch eine zeitlang gut, aber nicht immer. Dann wurde es naß. Oder schneeig. Oder beides. Aber egal, total begeistert. So konnte ich auch Orte, die auf meiner Liste waren, anfahren und habe sie im Licht gesehen, wenn auch nicht komplett. Als erstes ein Überblick über Aufnahmen quasi während der Fahrt bzw. bei kurzen Zwischenstopps. Und immer zwischendurch weiter, als Niederschläge kamen. Ich bin trotzdem nicht nur Auto gefahren, insgesamt 9,1 km Wegstrecke zu Fuß heute.

Als besonderen Punkt gab es den Weg zu den Reynisdrangar (die Basaltsäulen im Meer), und zwar jetzt von der gegenüberliegenden Seite von Vík aus gesehen. Das war vom Wetter her zwar übel, aber auch diese Fotos mag ich sehr.

Und als besonderes Highlight gab es Dyrhólaey. Das ist nochmal eine Bucht weiter, bzw. eine Insel, die mit durch einen Damm fest verbunden ist. Insgesamt war ich vier Mal dort. Das erste Mal noch komplett in den Wolken.

Das war so gegen 12:00 Uhr. Gegen 14:00 Uhr das nächste Mal. Jetzt kam die Sonne ein wenig raus.

Weitere zwei Stunden später wurde das Licht golden.

Und so blieb es bis kurz vor Schluß. Ich bin noch rumgefahren und gelaufen, um einfach die Landschaft einzusaugen.

Am Ende des Tages konnte ich einen großartigen Sonnenuntergang auf der Dyrhólaey genießen. Die Sonne wurde am Ende zwar von Wolken verdeckt, aber das war trotzdem großartig.

Und deshalb, um den Kreis zu schließen, war ich am Ende des Tages so adrenalinvollgepumpt. Ein großartiger Tag. Und das ging in dieser Flexibilität nur als Individualtourist. Mit einer Gruppenreise wäre das alles nicht drin gewesen. Also definitiv die richtige Entscheidung.

Und PS: Mein Kartenlesegerät habe ich doch dabei. Wußte ich doch, daß ich hätte schwören können, daß es dabei ist.

2 thoughts on “Chasing Light

  1. omnia bene fient

    Der Sonnenuntergang war zu sehen? Da scheinst Du angesichts der Wetterlage ja richtig Glück gehabt zu haben 🙂
    Und Du solltest nicht so schnell zurück nach Deutschland kommen: Da wärst Du wettertechnisch sicher total gelangweilt 😉

Leave a Reply

%d bloggers like this: