Weiterfahrt nach Höfn

Heute ging es weiter nach Höfn.

Die Nacht blieb klar, so daß ich zum Sonnenaufgang erstmal zum Strand ging. Nicht ewig spektakulär, deshalb bin ich dann gleich noch eine Morgenrunde gefahren, u.a. wieder nach Dyrholaey. Das Meer war heute deutlich ruhiger, sehr krass, wie die Unterschiede im Meer waren.

Die Fahrt war schön, überhaupt macht in Island das Autofahren Spaß. Die Fahrt deckt einige spektakuläre Gebiete ab. Man passiert den ehemaligen Skaftafell-Nationalpark (jetzt Teil des Vatnajökull-Nationalparks), fährt komplett am Südrand des Vatnajökull, Europas größten außerpolaren Gletscher, entlang, und trifft man irgendwann auf den Jökulsárlón, eines der beeindruckendsten Ziele in Island überhaupt.

Aber der Reihe nach. Die Berge des Vatnajökull sah man heute schon sehr weit, quasi direkt nach Vík. Und trotzdem dauert es noch, bis man da ist, aber die Landschaft dazwischen ist dermaßen flach, dass man bei ungetrübter Sicht sehr große Distanzen übersehen kann.

Beim Skaftafell-Nationalpark habe ich meine erste dedizierte Wanderung in diesem Urlaub gemacht. Zwar nur 8,5 km, aber dafür mit Hilfsmittelchen an den Schuhen, um auf den vereisten Wegen bestehen zu können. Eine kleine 8 gelaufen, erst zum Svartifoss, einem sehr schönen Wasserfall umgeben von Basaltsäulen, und dann zum Skaftafellsjökull, einem schönen Gletscher. Beides schon mal 2009 gesehen, aber unter anderen Vorzeichen, z.B. Wetter, Gletscherkurs, usw. Dabei sogar einen Calafate-Strauch gesehen, eine seltene Pflanzenart, die nur in Patagonien und offenbar Island endemisch ist.

Danach weitergefahren, an Ingólfshöfði vorbei, wo man im Mai und später Puffins beobachten kann, um am Jökulsárlón anzukommen. Ein toller Gletschersee mit blauen Eisbergen. Der Strand auf der anderen Seite der Straße war diesmal extrem voll mit Eisstücken nach dem Sturm der vergangenen Tage. Hier hielt mich länger auf als geplant mit den obligatorischen Klischee-Fotos, so daß ich erst gegen 18 Uhr weiterkam und schließlich im Dunkeln in mein Hotel bei Höfn ankam.

Offenbar war es auch zu spät zum Essengehen in Höfn, so daß ich heute gut abnehmen konnte. (Es steht oben zwar nichts von Frühstückessen, weil es zu banal wäre, aber auch wenn es nicht banal gewesen wäre, stünde da nichts von Frühstückessen, oder Mittagessen, oder anderes Essen.) Dem stehen in Summe über 12 km gelaufene Strecke gegenüber. Ein guter Start, würde ich sagen.

 

 

3 thoughts on “Weiterfahrt nach Höfn

    1. André Leopold Post author

      Der Austfonna auf Spitzbergen ist einen Ticken größer (zusammen mit Vegafonna noch einen weiteren Ticken mehr).

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