Zurück nach Vík, und eine Gletscherhöhle!

Nach der dritten Übernachtung sollte es zurück nach Vík gehen.

Den letzten Sonnenaufgang verbrachte ich am Jökulsárlón, und schon vorher sah es sehr vielversprechend aus. Wolken, die die Lichtfarbe annahmen, wenn auch mehr als großes “Dunstgebiet”, statt einzelner Wolken wie vom Vorabend, aber dafür herrliche Farben.

Dann war die Sonnenaufgangszeit ran, und die Berge begannen zu leuchten.

Und dann, als es richtig losgehen würde … Sonnenaufgang interruptus!

So ein Pech aber auf. Noch ein bißchen die Eisberge fotografiert, mit Vögeln, die mir einen Gefallen taten, und dann ging es weiter. Weiter zu einer geführten Tour, die ich gebucht hatte, nämlich einen Ausflug in eine Gletscherhöhle. Ein längerer Anfahrtsweg mit einem für die Gruppenfahrt über Schnee und Eis hergerichteten Van.

Nach ungefähr einer Stunde Fahrt waren wir da. Der Besuch einer solchen Höhle ist vermutlich nichts für Klaustrophobiker. Nach dem Aufsetzen der Helme (Fußbesatz gab es vorher) ging es schon rein. Von alleine hätte ich dankend drauf verzichtet, mich in so einen Schlund hinabzubegeben.

Aber dann drinnen. Wie herrlich. Eine Welt diverser Blaus. Ich finde das im Nachhinein phototechnisch sehr schwierig bzgl. des korrekten Weißabgleichs. Die Blautöne sind in den “blauen Bildern” so wie aus meiner Erinnerung, für manche Nahaufnahmen sah es aber zu krass aus (obwohl es so war), weshalb ich es dort neutraler gestaltet habe. Erstmal die Gletscherhöhle im Überblick:

Der Schnee, der mir vor zwei Tagen die Wanderung verschneit hat, wehte auch gut in diese Höhle rein, weshalb man den Boden sehr schneeig sieht. Die Gletscherhöhle hatte nach einer Verengung noch einen dunkleren hinteren Teil, der dann aber sehr niedrig und eng wurde.

Sehr interessant sind natürlich die Strukturen im Eis selbst, das in diesem Teil zwischen 900 und 1.200 Jahren alt ist. Es gibt große Oberflächenformen:

Und dann gibt die Feinstrukturen.

Alles in allem war es ein tolles Erlebnis. Wir waren ca. 1 Stunde in der Höhle, danach ging es zurück zum Ausgangsort, und ich fuhr weiter nach Vík. Hier traten dann die bösen Wolken des Vortags in Erscheinung, bzw. ihr Gefolge. Abwechselnd Schauer und schneebedeckte Straßen machten das Fahren nicht angenehm, die starken Windböen taten ein übriges.

Alles in allem war ich froh, in Vík angekommen zu sein. Der Abend klang dann ruhig aus, es gab immer mal wieder heftige Schauer und einmal sogar Blitz und Donner! (Insider: Natürlich war es noch hell dabei.) Dabei fällt mir ein, daß ich in diesem Urlaub noch kein einziges Mal einen Regenbogen gesehen habe. Als professional rainbow spotter finde ich das durchaus beachtlich. Mal sehen, kann ja noch werden.

2 thoughts on “Zurück nach Vík, und eine Gletscherhöhle!

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