Ein weiterer Tag in Vík

So, da bin ich mal wieder in Vík, und natürlich gibt es wieder Sturm. Und Unwetter. Schöne regelmäßige kräftige Schauer. Es gab sogar vereinzelt Blitz und Donner am Morgen und am Vorabend. Und tagsüber immer mal wieder Hagel. Schon super. Der morgendliche Blick aus meinem Hotelzimmer sah so aus, und daneben ist gleich nochmal die Wetterwarnung.

Aber es gab ja auch schauerlose Zeiten, und die (und nicht nur die) habe ich genutzt für Ausflüge. Hier kam die Patagonien-Erfahrung gut zum Tragen: Das Auto immer so parken, daß der Wind möglichst von vorne kommt. Dann passiert nichts blödes beim Türaufmachen. Am Dyrhólaey habe ich erlebt (nicht an meinem Auto), was für ein unangenehmes Geräusch es gibt, wenn der Wind die Tür aus der Hand reißt und bis zum Anschlag, und darüber hinaus, von alleine aufmacht. Nicht schön. Die Autofahrten waren auch entsprechend durch das Wetter geprägt.

Die Ausflüge gingen wieder zu den Reynidrangar, vom Reynisfjall aus, sowie Dyrhólaey. Das ist beides schon sehr schick.

Am Strand steht direkt vor den Säulen, und beim kräftigen Wellengang habe ich versucht, möglichst eindrucksvolle Momente festzuhalten.

Sehr krass ist die Sogwirkung des Meeres. Davor wird hier ja immer gewarnt, speziell für diesen Strand. Es gibt ab und zu mal Wellen, die besonders weit kommen. Die erste Bilderreihe stammt vom späten Vormittag.

Das zweite, krassere Erlebnis, ist vom späten Nachmittag. Da habe ich nur das Anfangsphoto.

Diese Welle kam sehr weit auf den Strand. Die beiden ergriffen, so wie ich auch, obwohl weiter weg, die Flucht, worauf sie sich aber nicht auf den Beinen halten konnte, als das Wasser kam. Sie lag plötzlich drin und hielt nur schützend ihre Kamera über das Wasser. Ich bin dann hin, stand im Wasser, und merke aber, wie mich das Wasser, obwohl nur knöchelhoch, durch den kontinuierlichen Fluß (und vmtl. weggespülten Sand) sehr instabil machte. Deshalb wurde ich dann vorsichtiger, der Begleiter war kurz vor mir da. Die beiden brauchten aber schlußendlich keine Hilfe, als die Welle weg war. Alles in allem ziemlich krass, und ein weiterer Respektsbeweis für das Meer (Playa de Famara, anyone?) Wie es der Zufall so will, sind vor ein paar Tagen auch Touristen an der Snaefellsnes-Halbinsel ins Meer gezogen worden. (Da kam ich heute an.) Im Artikel wird just auch vor dem Reynisfjara gewarnt, an dem diese Fotos entstanden.

Am Reynisfjara war auch ein Paar, entweder Models oder ein Brautpaar, auf jeden Fall gab es ein romantisches Strand-Fotoshooting mit der Witterung nicht angemessener Kleidung. Aber schön sah es aus.

Vom Reynisfjara kann man auch sehr gut nach Dyrhólaey rüberschauen. Da erkennt man auch gut den Felsen mit dem großen Loch, dem Namensgeber der Insel.

Am Dyrhólaey war auch wieder einiges los. Geschrieben habe ich ja schon vor ein paar Tagen grundsätzliches, so daß ich jetzt erstmal die Bilder sprechen lasse. Ich war wieder mehrfach dort, und auch um den Sonnenuntergang herum, wenn auch nicht bis zum Schluß, da die Sonne definitiv hinter Wolken versteckt wurde.

2 thoughts on “Ein weiterer Tag in Vík

  1. omnia bene fient

    Tja, Naturgewalten sind schon immer wieder sehr respekteinflößend! Die Tür vom Wind fast aus den Angeln gerissen, das habe ich aber z.B. noch nicht erlebt … Aber bei Dir scheint ja der gesamte Urlaub stark vom Wetter und der Natur geprägt zu sein.
    Die Kommentarfunktion bei den einzelnen Fotos klappt im Moment übrigens nicht – versuchen Sie es später noch einmal … ok 🙂

    1. André Leopold Post author

      Ja, sowas kannte ich auch nicht. In Patagonien wurde mir das beim Mietwagenausleihen mitgegeben, und das ist Wissen, was ich hier auch wieder anwenden kann. 😉

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