Yellowstone National Park

So, um ein wenig weiter zu schreiben, hier weitere Eindrücke vom Yellowstone. Er beeindruckt mich weniger durch tolle Berge (vmtl. deshalb, weil er keine hat), sondern durch Geothermie und eine Tierwelt ohne große Berührungsängste. Und zwar große Tiere. Wird man gleich sehen.

Aus Zeitgründen bleibt es aber dabei, daß ich aktuell keine ausführlichen Berichte schreibe. Ich nehme mir aber vor, das nachzuholen. Steht in erfolgreicher Tradition guter Neujahresvorsätze.

Mit einem überraschenden Twist beginne ich aber damit, daß ich den Nationalpark gleich am ersten Tag wieder verlassen habe. Es ging in die Windriver Range, von der ich schon einiges las, und die ich mal sehen wollte. (Zusammenfassung: Ja, lohnt sich für das Backpacking.) Es ist nur eine 4-Stunden-Fahrt, solche Relationen ändern sich in den USA schnell, das “nur” ist ernst gemeint.

Abgesehen vom (vmtl.) Wolf, oder Koyote, hatte ich hier mein bisher grausigstes Erlebnis des ganzen Urlaubs:

Auf dem Rückweg begegnet mir eine Gruppe Jugendlicher, und man grüßt sich ja immer, und jetzt höre ich doch tatsächlich “How are you doing, Sir?” Sir? What the FUCK?

Wie dem auch sei, am nächsten Tag klingelte um 4 der Wecker, und ich fuhr los, um den Sonnenaufgang auf den Grand Tetons zu erleben. Woher der Name kommt, nun ja, man google selbst.

Es wurde trotzdem knapp, aus dem Auto schon mal ein Sicherheitseindruck.

Schließlich schaffte ich es aber doch noch zum klassischen Punkt, Schwabachers Landing. Da waren auch schon einige zum Fotografieren, aber es gibt genug Möglichkeiten für eigene Optionen, der Teufel steckt im Detail, was in diesem Fall vor allem die Wahl des Vorder- und des Mittelgrunds ist.

Weiter ging es zum Yellowstone, wo ich natürlich keinen Sonnenaufgang mehr hatte. Aber ein wenig Tierwelt entlang meiner Wanderungen, wenn auch in schlechtem Licht.

Die Dickhornschafe sah ich auf meinem Weg zum Mt. Washburn, 3.122 m und Standort eines Feuerbeobachtungspostens, einer von 3 Bergen im Yellowstone. Dort ist die ganze Saison jemand stationiert, der die ganze Zeit nichts anderes macht als zu schauen, ob irgendwo ein Feuer ausbricht. Aber dafür gibt es einen Funkmast und man hat Handyempfang in der Umgebung des Berges.

Die folgenden Tage hatten wieder Sonnenaufgänge. Den ersten wollte ich mit Tieren verbringen, es gibt das Hayden Valley im Yellowstone, wo man typischerweise Bisons findet. Und das mit dem Morgennebel, da wollte ich mal gucken.

Ja, schon wieder einen Wolf gesehen.

Irgendwann blockierte die Herde relativ effektiv die Straße. Was denken eigentlich Bisons von den Autokaravanen? Ist das eine Herde von Blechtieren?

Heute Morgen dann nochmal zu den Thermalquellen, speziell Grand Prismatic Spring. Allerdings war heute nicht so viel Bodennebel.

So, und jetzt bin ich in im bekannten Kennewick. Späßle gemacht. Ist nur Zwischenstation, 9h30m Fahrt vom Yellowstone hierher ist wahrlich genug. Morgen geht es weiter zum Mount Rainier. Aber das Hotel (Hampton Inn Kennewick) ist echt schick und stylisch.

So weit der Zwischenstand. Mehr wird folgen, versprochen!

2 thoughts on “Yellowstone National Park

  1. omnia bene fient

    Also der Job auf der Feuer-Überwachungsstation könnte ja was für Dich sein! Und wenn Du da mit Sir angesprochen wirst, dann kannst Du es zumindest auf die hohe Bedeutung des Jobs (Beamtenposition mit Relevanz für die nationale Sicherheit) schieben.
    Mal kurz Kennewick gebingt: 20% Deutsche bei nur 55.000 Einwohnern. Da musst Du Dich ja direkt heimisch fühlen. Die 9 Stunden Fahrt haben sich da wohl gelohnt.

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